Die Strategien und Zukunftsprojekte des Impulspapiers zielen darauf ab, die Potenziale Harburgs und seines Umlands auszubauen. Der Süden Hamburgs soll zum „Place to be“ für Unternehmen, Wissenschaft, Familien und Individualisten werden.
Wie kann der Hamburger Süden also insgesamt besser von seinen Stärken profitieren? Wie kann sich der Wirtschaftsstandort Harburg zukunftssicher positionieren? Und wie kann Harburg zu einem überregional attraktiven Wohnstandort werden?
Mit seinen vier Strategien gibt das Impulspapier Harburg 2020/50 Antworten auf genau diese Fragen:
1. TECHNOPOLIS HARBURG >>
Harburgs Wirtschaft sollte auf seine mittelständische Industriekultur setzen und Industrie neu denken. Das bedeutet: technologische Lösungen entwickeln statt „nur“ Produkte herstellen. Dabei sollte sich die Technische Universität Hamburg-Harburg noch stärker den mittelständischen Unternehmen zuwenden.
Der „Harburger Mix“ ist klar: Harburg steht für Produktion, Forschung und Logistik – und zukünftig auch für industrielle Biotechnologie.
Das räumliche Szenario: Harburgs Industrie braucht ausbaufähige und planungssichere Produktionsareale, die in zwei „Techgates“ im Westen und im Südosten des Stadtbezirks geschaffen werden könnten.
Neue, forschungsorientierte Produktionsstätten sollten stärker in die Stadt integriert werden: in einer „integrativen Produktionsstadt“, mit der Harburg über das neue Quartier "Marina auf der Schlossinsel" bis zur Elbe vorrückt.
2. DIE STADT ALS CAMPUS >>
In ökonomischer wie stadtkultureller Hinsicht muss sich die TU stärker mit Harburg vernetzen. Sie muss neben ihrer ökonomischen Funktion zum kulturellen Motor Harburgs werden. Dabei müssen ihr angesichts heute schon spürbarer Platznot räumliche Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden.
Die TU könnte sich aus ihrem angestammten Campus heraus an zwei weiteren Standorten entwickeln: im Harburger Binnenhafen, wo sie bereits seit vielen Jahren präsent ist – und in der Harburger City, wo nach dem Bau der Harburger Einkaufszentren ein sichtbarer Strukturwandel begonnen hat.
Der Stammsitz der TU würde als „Grüner Campus“ weiterhin die zentrale Rolle spielen. Zweitwichtigster Pol wäre der „Blaue Campus“ mit maritimem Schwerpunkt am Wasser. Ein „Roter Campus“ in der City würde als „Universität für alle“ zur stadtkulturellen Verankerung der TU beitragen.
3. ANKERPLATZ HARBURG >>
Harburg und sein Umland sitzen in einem Boot – sie müssen eine gemeinsame Strategie zur Steigerung ihrer Attraktivität entwickeln. Harburg muss in diesem Zuge seine Potenziale besser nutzen und für Hamburg einmalige, innerstädtische Wohnstandorte entwickeln, die neue Zielgruppen ansprechen.
Drei „Ankerplätze“ könnten zu neuen Attraktoren werden: eine an die Elbe herangeführte Innenstadt mit dem Harburger Binnenhafen und weiteren Quartieren am Wasser, der „Heimfelder Berg“ als Studentenstadtteil und ein neues „Parkquartier Außenmühle“ als Villenviertel für Jedermann.
Damit diese Wohnangebote auch über die Süderelbe-Region hinaus für Zuzügler attraktiv sind, muss die verkehrliche Anbindung um Alternativen zur bestehenden S-Bahn-Verbindung ergänzt werden.
4. HARBURG AN DER ELBE >>
Harburgs starke Orte müssen zu einem durchgängigen „Stadterlebnis“ vernetzt werden: die Elbe, der channel hamburg, die Außenmühle, die umgebende Landschaft. Dazu müssen die verkehrlichen Barrieren Harburgs überwunden und neue stadträumliche Verbindungen geschaffen werden.
Besonders im Bereich der Innenstadt müssen zudem neue öffentliche Orte und Räume geschaffen werden. Das Ziel ist ein durchgängiges „Stadterlebnis“ – ein städtebauliches Kontinuum, das von der Außenmühle über die revitalisierte Innenstadt bis zu dem neuen Quartier „Marina auf der Schlossinsel“ und weiter bis zur Süderelbe.
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